06. September 2019

1. Virtuelles Mehrgenerationenhaus in Saarbrücken in der Evangelischen Familienbildungsstätte eröffnet


„In der Evangelischen Familienbildungsstätte treffen sich Jung und Alt unter anderem zu Tablet-Kursen des OnlinerlandSaar. Vom Projekt Virtuelles Mehrgenerationenhaus sind wir begeistert", freut sich Diakonie- Geschäftsführerin Anne Fennel.

„Anlässlich der Auftaktveranstaltung für das virtuelle Mehrgenerationenhaus Saarbrücken betonte Fennel, dass die Diakonie Saar das Projekt als sinnvolle Ergänzung gemeinsam mit den Projektpartnern sehr gerne umsetzt. In der aktuell vierten Projektphase entstehen fünf neue Standorte, darunter das 1. Haus in Saarbrücken. Es ist  bei der Evangelischen Familienbildungsstätte der Diakonie Saar angesiedelt und wird in Kooperation mit dem Seniorenbeirat der Landeshauptstadt Saarbrücken durchgeführt.

In dem bis Ende 2020 laufenden Projekt vernetzt sich ein im Vorfeld ausgewählter Teilnehmerkreis aller Generationen und lernt gemeinsam, etwa wie APPs heruntergeladen werden, Rezepte gefunden werden können oder online eine Reise gebucht werden kann. Über Messengerdienste und soziale Netzwerke bleibt die Gruppe in Kontakt. Regelmäßige reale Treffen zu Kursen und „Tablet-Kränzchen“ sind Teil des Konzeptes. Projektkoordinator Wolf-Dieter Scheid schaut neugierig auf die kommenden Monate: „Unser jüngster Teilnehmer ist 10 Jahre alt, unser ältester 82 Jahre.“

Bereits 2016 haben die Landesmedienanstalt Saarland (LMS), das MedienNetzwerk SaarLorLux  e.V. und das Sozialministerium das deutschlandweit einzigartige Projekt „Virtuelles Mehrgenerationenhaus“ ins Leben gerufen. Zehn Virtuelle Mehrgenerationenhäuser sind bisher entstanden. Familienministerin Monika Bachmann geht es dabei nicht darum, den persönlichen, direkten menschlichen Kontakt zu ersetzen. Dieser sei und bleibe unersetzlich. Es gehe ihr mit dem Projekt vielmehr darum, zusätzliche Möglichkeiten des Kontakts zu eröffnen. „Wir werden deutlich älter und sind dabei glücklicherweise auch oftmals noch fit bis ins hohe Alter. Vor allem ältere Menschen sollen durch das Projekt die zusätzliche Möglichkeit erhalten, mit anderen über neue Kommunikationsmöglichkeiten wie soziale Netzwerke oder Kommunikationsprogramme in Kontakt zu treten und sich auszutauschen. So können insbesondere auch Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, täglich Kontakt mit anderen, ob jung oder alt, pflegen. Sei es mit den eigenen Kindern oder Enkeln, die nicht mehr immer in der Nähe wohnen, oder auch mit Bekannten und Freunden.“

 „In den letzten Jahren haben sich die Mehrgenerationenhäuser als Zentren generationsübergreifender Begegnungen etabliert. Wir wollen diese Begegnungen noch weiter intensivieren“, sagt Dr. Gerd Bauer, Vorsitzender des MedienNetzwerks SaarLorLux e.V. über die Ziele des Projektes. Und LMS-Direktor Uwe Conradt ergänzt: „Mittel- und langfristig kann die Nachbarschaftshilfe und digitale Teilhabe durch die virtuelle Vernetzung deutlich gestärkt werden. Auch dem Problem der Vereinsamung von Älteren und körperlich eingeschränkten Personen kann durch die hier stattfindende Integration entgegengewirkt werden. Durch die Nutzung neuer Medien entsteht ein Dialog zwischen Jung und Alt.“  

 

 

 





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